Berechnung der bipolaren Symptome

(Details dazu im Skript amokoor-Lehrgang)

Berechnungsvorgang:

1. Polarität p = Pol minus Gegenpol. (Pol und Gegenpol bilden dabei 1 bipolares Symptom). Die Differenz von Pol und Gegenpol basiert auf den Symptomen-Graden von Null bis 3. Hat man z.B. einen Fall, da „Gehen im Freien verschlimmert“ (= Pol) und man denkt dabei an Belladonna, dann gilt, dass bei Belladonna diese Modalität im 3. Grad und gleichzeitig der Gegenpol „Gehen im Freien bessert“ im 2. Grad vorhanden ist, woraus sich eine Polarität p = +1 ergibt. Aus allen pro Fall angewählten bipolaren Symptomen wird die Gesamtpolarität pro Arznei G(p) aus der jeweiligen Gradsumme ihrer Pole abzüglich der Gradsumme aller Gegenpole errechnet.

2. Die Gesamtpolarität G(p) der jeweiligen Arznei wird dann dividiert durch die Anzahl aller bipolaren Symptome des Falles = A(F), also: G(p) : A(F). Dadurch entsteht pro Arznei eine gemittelte Gesamtpolarität von +3.0 bis -3.0.

3. Die Polaritäten werden nun umgebrochen in Prozente, z.B. Polarität +3 umgebrochen = 100%, Polarität 0 → 50% und Polarität -3 → 0%, dies nach folgender Gesamtformel:

[G(p) / A(F)] + 3 : [6 / 100] = Pol (in Prozent)

Beachte: Eine Polarität Null entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 50%.

4. Die umgebrochene Gesamtpolarität Pol der jeweiligen Arznei wird multipliziert einerseits mit der Anzahl jener Symptome, welche durch die betreffende Arznei abgedeckt werden (im amokoor =AxP), und anderseits mit der umgerechneten Arznei-Wertigkeit in %, (im amokoor W% x Pol).

Rekapitulation zur Berechnung der bipolaren Symptome:
Im System von 3 Graden: Bildung der Differenz zwischen allen Polen und Gegenpolen der jeweiligen Arznei, dividiert durch die Anzahl aller bipolaren Symptome, plus 3,  dividiert durch 6, Resultat umrechnen zu Prozenten. Das Resultat Pol (zwischen 0 und 1, bzw. zwischen 0% und 100%) wird dann als Faktor für die Produkte A x P und W% x P weiter verwendet.

Durch die Produkte (Pol% ∙ W% = W% ∙ P) und (Pol% ∙ Anz = A ∙ P) wird mathematisch die höchste Treffsicherheit erreicht, was – immer in Verbindung mit dem Genius und mit der Hierarchie einiger der wichtigsten Symptome oder Modalitäten - zur Endauswahl des Arzneimittels führt.