Astrophysik und das bewusstseinsfähige Leben, 

das Anthropische Prinzip

 

Erst seit Ende des 20./ anfangs des 21. Jahrhunderts sind Physiker befähigt in einer Phase der Konsolidierung einen Entwurf für die Entstehung des Universums verständlich zu kommunizieren. Das Thema wurde schon mehrfach beleuchtet, so z.B. durch Fred Hoyle (1915 – 2001, «Big Bang»), Fritjof Kapra, Michio Kaku, Marcus Chown, Stephen Hawking (1942 – 2018) und schliesslich durch Brian Greene (der zurzeit bekannteste Stringtheoretiker), auf den vor allem sich die nachfolgenden Ausführungen beziehen. Die neue Genesis gewährt die Chance, das Dasein des Menschen in einem neuen Licht zu erblicken. Menschenbilder wurden bis anhin durch Theologen, Philosophen, Darwinisten und Soziologen geprägt, waren faktenarm und einseitig selektiv.

 

Die Mathematik als selbständige Strukturwissenschaft

Bild von Haftendorn Dörte
Haftendorn Dörte: "Mathematik sehen und verstehen" 

Dass die Feinstruktur der Welt auf der Mathematik beruhen soll, mag Pythagoras von Samos (ca. 570 – 510 v.Chr.) als erster formuliert haben («Das Wesen der Dinge ist die Zahl»), angeblich gefolgt von der Philosophin Hypathia von Alexandria (ca. 355 – 414 n.Chr.), welche ihre Meinung mit der öffentlichen Hinrichtung durch den christlichen Mob büsste[1]. Dann senkte sich Dunkelheit über das wissenschaftliche Abendland bis um die Zeit von Leonardo Pisano (ca. 1170 – 1240), bekannt als Fibonacci, welcher erneut jene These vertrat, die arabischen Zahlen mit der Null in Europa einführte und als erster in der Populationsentwicklung ein mathematisches Konzept (rekursiver Algorithmus)[2] nachwies (im Prinzip die Weitergabe der Gene des 1. Paares). Es folgten[3] z.B. Luca Pacioli (1445 – 1517) und Leonardo da Vinci (1452 – 1519) mit der Berechnung des Goldenen Winkels der spiralförmig angeordneten Blätter und Blütenblätter[4]/[5]/[6] (Bio-mathematik), oder Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543), Johannes Kepler (1571 – 1630) usw.

 

Zur Entwicklung der Quantenphysik

Demokrit von Abdera, Zeitgenosse von Platon Erkennen ist blosse Erinnerung»), prägte etwa 440 v.Chr. den Begriff «Atom» (atomos = unteilbar): Wenn man ein Objekt halbiere und man mit dem Halbieren fortfahre, dann gelange man zu einem kleinsten, unteilbaren Teilchen, zum Atom. Umgekehrt lässt sich folgern: Ganzheit eines Objektes entsteht durch Interaktion, physikalisch durch den Impuls  = m · , bzw. durch die Multiplikation der Eigenschaften kleinster Teilchen. Durch Daniel Bernoulli (1700 -1782) aus Basel wurden solch «kleinste Teilchen» zum Forschungsobjekt; er folgerte: Beim Zusammenpressen eines Gasvolumens auf dessen Hälfte verdoppelt sich der Gasdruck (nach Robert Boyle), weil die «Teilchen» (nach Amadeo Avogadro «Moleküle») doppelt so häufig auf der Gefässwand aufschlagen.

 

Gerd Binnig und Heinrich Rohrer (gest. 2013) gelang es in Zürich 1980 zum ersten Mal mit ihrer Erfindung des Raster-Tunnel-Mikroskops photographisch die Oberfläche von heute so bezeichneten «Atomen» sichtbar zu machen, die bekanntlich teilbar sind (z.B. Kernspaltung). Doch bereits 1909 gelang Joseph John Thomson bei der Ablenkung der Kathodenstrahlen mittels Magneten der Nachweis des negativ geladenen Elektrons[7], des ersten «subatomaren» Teilchens, das heute zu den unteilbaren Quanten (Gruppe der Fermionen) zählt. Die Quanten, unter ihnen v.a. die Photonen, auch Botenteilchen genannt (Gruppe der Bosonen) sind die Träger und Vermittler dessen, was wir «Information» nennen[8] (siehe unten).

 

Zum umfangreichen (mathematischen) Informationsgehalt der Quanten gehöret z.B. der Drehimpuls[9], Spin  genannt (im Uhrzeigersinn = down, dagegen = up), der sich in Analogie (!) mit dem nachfolgenden Graphen darstellen lässt, links im Graphen stationär (Δx ≈ Ort), rechts als theoretische Wahrnehmung bei einem beschleunigten (Δ  ≈ Impuls) Quant (Graph von Haftendorn D.):

aus: "Mathematik sehen und verstehen"[10]

 Δx und Δp ? Die Sinuskurve (rechts) geht aus der Fortbewegung aus dem Einheitskreis (links) hervor. Ist eine Welle nur eine Frage des Standortes, also des Beobachters?

 

Quanten werden in 2 Gruppen, in Fermionen (Spin halbzahlig) und Bosonen eingeteilt:

Fermionen (Masse) Fam. 1

Familie 2:

Familie 3:

up-Quark (+⅔ Ladung)

charm-Quark

top-Quark

down-Quark (-⅓ Ladung)

strange-Quark

bottom-WQuark

Elektron

Myon

Tanon

Neutrino

Myon-Neutrino

Tanon-Neutrino

 

Bosonen (Kraftteilchen):

Spin ganzzahlig, bzw. 1)

Gluon

Starke Wechselwirkung

Photon

Elektromagnetisch Wechselw.

Vektorboson

Schwache Wechselwirkung

Graviton?

Gravitation (Spin 2?)

Schemen nach Brian Greene[11]

 

Um 1900 entwickelte Max Planck (1858 – 1947) seine Quantenhypothese. Nachdem vergebens versucht worden war abschliessend das thermische Gleichgewicht bei der Wärmeerzeugung[12] in einem Ofen mit den überlieferten Wellenfunktionen zu berechnen, versuchte Planck nach seinen Worten «in einem Akt der Verzweiflung» die Energieemission und -absorption mathematisch nicht mehr kontinuierlich, sondern in «Frequenz-Sprüngen» f  eines kleinsten «Energie-Paketes» h fliessen zu lassen – erfolgreich (f · ɦ)! So entstand die Planck`sche Proportionalitäts-Konstante ɦ (= 6.63 ∙ 10-34 J·s), welche als universelle Konstante die Quantenphysik einleitete[13]. Abgeleitet davon wurde die Planck-Länge mit ≈10-33 cm, welche in der Quantengeometrie und Kosmologie den Stellenwert der minimalsten Ausdehnung besitzt.

 

1907 übertrug[14]Albert Einstein an der Universität Zürich in seinem «photoelektrischen Effekt»[15] die von Planck berechneten «Energiesprünge» auf kleinste «Lichtteilchen», auf die (masselosen) Photonen[16], womit er die eigentliche Quantenphysik begründete (und dafür den Nobelpreis erhielt).

 

Als Professor für Mathematik an der Universität Zürich entwickelte Erwin Schrödinger (1887 – 1961) während seiner Skiferien in Arosa 1926 für die Quantenereignisse seine komplexe Wellenfunktion, welche u.a. die genannte Planck’ Konstante h enthält[17]. (Einstein an Schrödinger: «Der Gedanke Ihrer Arbeit zeugt von echter Genialität»). Ein Quantenereignis ist z.B. der Zerfall von Kohlenstoff C-14 zu Stickstoff N-14 durch die Abgabe eines Elektrons aus einem Neutron, wofür sich eine mathematische Wahrscheinlichkeit von 5700 Jahren berechnen liess (Halbwertszeit). Anderes Beispiel: Zerfall von Uran U-238 zu Blei Pb-207 mit einer Zerfalls-wahrscheinlichkeit von 4.5·109 Jahren (≈ Alter unseres Planeten).

 

Die Quantenwelle sagt aus, dass ein Quanten-Ereignis mit dem Quadrat der Auslenkung der Wellenfunktion (Amplitude) am wahrscheinlichsten auftritt[18]. Wie im oben abgebildeten Graphen (Sinusfunktion) ersichtlich hat die Welle auch eine negative Amplitude. Negative Amplituden spielen für das Verhalten von Welleneigenschaften von Quanten eine wichtige Rolle, da sie zur Interferenz führen. Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit muss deshalb der Betrag quadriert werden, was ein positives Produkt zur Folge hat. So handelt es sich bei Wahrscheinlichkeiten immer um positive Zahlen[19]. Die Wahrscheinlichkeitswelle begründet als deterministische[20] Gleichung das Prinzip von Aristoteles (384 – 322 v.Chr.) in der «mathematischen Version eines Ganzen, das mehr als die Summe seiner Teile ist.»[21] Sie gilt heute nach Ansicht der Quantenphysiker nicht nur für Quanten, sondern «immer und überall» (Greene), auch im Makrobereich (den «Schwarzen Schwan» i.e.S. gibt es nicht), implizit bei der Entstehung des Universums und für unseren Alltag.

 

Immanenz der Mathematik

Die Quantenphysik ist im Wesentlichen ein mathematisches Projekt. Gesetze und Formeln der konventionellen Physik (Newton[22], Bernoulli usw.) entstammen einer exzellenten Beobachtungsgabe und wurden empirisch reduktiv gewonnen. Reduktiv gewonnene Formeln liefern nur Näherungswerte, die angewendet im Mikrobereich zu Fehlergebnissen führen. Anders in der Quantenphysik: Man verwendet grundsätzliche Gleichungen der Mathematik, simuliert damit ein physikalisches Modell und prüft es dann in zahlreichsten Experimenten oder - soweit möglich – an Beobachtungen: Damit beweist man, dass das mathematische Ergebnis mit der Beobachtung übereinstimmt. «Die Mathematik liefert eine quantitative Sprache, um die physikalische Wirklichkeit zu beschreiben.» «Wirklichkeit ist gefühlte Mathematik» (Greene).

 

Weiter aus «Die verborgene Wirklichkeit» von Brian Greene (S. 241): «In den über 80 Jahren seit Entwicklung der einschlägigen Ideen der Quantenphysik gab es kein einziges verifiziertes Experiment und keine astrophysikalische Beobachtung, deren Ergebnisse mit den (mathematischen) Vorhersagen der Quanten-mechanik in Widerspruch standen.» Das «Schwarze Loch» (der Begriff stammt von John Wheeler) war zunächst ein rein mathematischer Befund, bis ein solches am 10.04.2019 im Zentrum der Galaxie M87 in einer Entfernung von 50·106 Lichtjahren fotografiert werden konnte. Allerdings wurde der Beweis für die Existenz von Schwarzen Löchern bereits 2015 und seither noch mehrmals durch die Registrierung von Gravitationswellen erbracht, die bei der Vereinigung von zwei Schwarzen Löchern entstehen – wie mathematisch vorhergesagt.

 

Wahrscheinlichkeit und Kosmos

Ein tragendes Element der Quantenphysik ist die Wahrscheinlichkeitsgleichung[23] von Schrödinger, die mithin auch im makroskopischen Bereich gilt. Sie zeigt, dass der Zeitenlauf, die ganze universelle Ereignisfolge mathematisch einer Wahrscheinlichkeitswelle folgt, anderseits dass falsche, nämlich selektiv gestellte Fragen zu statistischen Fehlern führen (auch sonst ein fundamentales Alltagsproblem). So macht es z.B. keinen Sinn, mit dem Computer mit noch so vielen Messresultaten nach dem Naturgesetz zu suchen, welches den Abstand der Erde zur Sonne festlegen müsste. «Allein die Tatsache, dass wir die Entfernung von unserem Planeten zur Sonne messen, bedeutet bereits, dass das von uns gefundene Ergebnis in dem begrenzten Bereich liegen muss, der sich mit unserer eigenen Existenz verträgt[24]. Ansonsten gäbe es uns nicht und wir wären nicht hier, um über die Entfernung der Erde zur Sonne nachzudenken… Es handelt sich um eine zufällige Tatsache, die einer grundlegenden (übergeordneten) Erklärung nicht zugänglich ist».

 

«Es ist keine Überraschung, dass unter allen Planeten in allen Sonnensystemen aller Galaxien zumindest einer genau in der richtigen Entfernung um einen Stern kreist, damit dort ein Klima entsteht, das sich für unsere Form zu Leben eignet»[25]. Nach heutiger Schätzung sind es mindestens 200 Milliarden = 2·1011 Galaxien mit je etwa 100 Milliarden = 1011 Sternen, das Sternentotal wäre somit etwa 2·1022 bei einem Durchmesser des wachsenden Universums nach Greene von heute 82 Milliarden = 0.82·1011 Lichtjahren.

_________________________

Das Anthropische Prinzip

«Die Dinge im Universum sind, wie sie sind, weil wir sonst nicht da wären, um sie zu bemerken»[26]. Der Australier Brandon Carter präsentierte 1973 das genannte Axiom, «das die einen tiefgründig und die andern töricht nennen[27]». Was kosmologisch oder quantenphysikalisch gemessen wird, ist zwingend konsistent zu unserer eigenen Existent. Entscheidend ist deshalb die richtige Fragestellung unter der Prämisse, dass wir nicht da sein könnten, wenn die entdeckten physikalischen Parameter anders wären.

 

Heraklit ca. 520 – 460 v.Chr.: «Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen». Dies war auch die Erkenntnis von Galileo Galilei (1564 – 1642). Beruhend auf den erhobenen Daten von Georges Lemaître (Urknalltheorie) und Edwin Hubble von 1920 bis 1929 und später, dass die Galaxien sich von unserer Milchstrasse infolge der Expansion des Universums entfernen, berechnete Steven Weinberg eine kosmologische Konstante mit 10-29 g/cm3, mit dem heutigen Wert von ~10-124 Planck-Einheiten[28]. Weinbergs kosmologische Konstante (= Λ, identisch mit der «Dunklen Energie»), die Gravitationskonstante[29] (= G, identisch mit «Dunkler Materie») und Schrödingers Wahrscheinlichkeitswelle sind die Grundlagen des Anthropischen Prinzips, das einen fundamentalen Wandel des Menschenbildes zur Folge hat:

 

«Wir leben in einem privilegierten Zeitalter… Wäre die Gravitationskonstante nur ein wenig stärker, würden die Sterne zu schnell abbrennen (vgl. Einsteins ΔE = Δmc2), als dass sich auf Planeten, die sie umkreisen, Leben entwickeln könnte. Wäre sie schwächer, würden die Galaxien nicht zusammenhalten. Wäre die elektro-magnetische Kraft stärker, würden die Wasserstoffatome einander so stark abstossen, dass sie nicht verschmelzen und den Sternen Energie liefern könnten». Hätte die kosmologische Konstante einen ausreichend grossen Wert, d.h. «wäre die dabei entstehende abstossende Gravitation stark genug, würde sie die Bildung von Galaxien verhindern…» (Greene).

 

Doch die kosmologische Konstante begründet noch eine andere, gut sichtbare Erscheinung: Die Berechnung, dass während den 13.8 Milliarden Jahren seit dem «Urknall» sich der Kosmos auf etwa 80 Milliarden Lichtjahre ausgedehnt hat, und dass sich in diesem Kosmos mehr als 200 Milliarden Galaxien befinden, müsste den Nachthimmel taghell erscheinen lassen. Das Rätsel lässt sich dadurch lösen, dass der Ausdehnung wegen das Licht, bzw. die Photonen der meisten Sterne noch gar nicht bis zu uns vordringen konnten. «Man kann also sagen, dass das Interessanteste am Nachthimmel die Dunkelheit zwischen den Sternen ist, in der wir die Notwendigkeit einer Schöpfung sehen – eine Schöpfung an der Grenze zur Dunkelheit.»[30]

 

Als Brian Greene den Quantenphysiker John Wheeler (1911 – 2008) fragte, welches Thema in den kommenden Jahrzehnten die beherrschende Rolle spielen werde, habe er nach langem Nachdenken mit einem einzigen Wort geantwortet: «Information»[31]. Information umschrieb Stephen Hawking so: «die Annahme, dass jedes Teilchen und jede Kraft im Universum eine implizite Antwort auf eine Ja-Nein-Frage hat»[32], und «dass das Photon eine ungeheure Menge von dickgepackter Quanteninformation ist»[33].

 

Wir nehmen (im Stammbaum des Lebens) eine Spitzenstellung ein, «wenn es um das Verdienst geht, Daten (Informationen) zu sammeln und zu analysieren». Photonen gehören zu den Bosonen (Kraftteilchen oder Botenteilchen). Sie übertragen in einer Austausch-Wechselwirkung eine «Botschaft», identisch mit dem Begriff «Information». «Grosse Systeme wie Gegenstände oder Lebewesen stehen in ständiger (elektro-magnetischer) Wechselwirkung mit ihrer Umwelt und strahlen fortwährend Photonen ab, wie alle Gegenstände, deren Temperatur nicht am absoluten Nullpunkt (= -273°C) ist. Damit entweicht ständig Information über Quantenmöglichkeiten.»[34] Quanten-Informationen werden durch eine Messung im Experiment und durch die spontane Wechselwirkung (= Interaktion, nach Heisenberg Δx·Δ ) zu Fakten, zur Realität. Bewusst und unbewusst empfangen auch wir Informationen, und selbst die Sonne steht in beständiger «Kommunikation» mit uns und unserem Planeten (Interaktionen durch die Photonen, nicht durch die ebenfalls ausgesandten Neutrinos).

 

«Suchet nicht hinter den Phänomenen, sie sind die Lehre selbst» (Goethe)

«Die Besonderheiten der Kombination (= Interaktion aller Komponenten) von Teilchen- und Kräfteeigenschaften… liegt genau darin, dass sie die Entstehung von Leben ermöglichen»[35]: «Die Dinge im Universum sind, wie sie sind». Wohl deshalb lautete das klügste Gebot des Alten Testamentes, man solle sich von Gott kein Bild machen (identisch mit «Ich bin, der ich bin»), oder mit andern Worten: Kombiniert nicht falsch, stellt keine falschen Fragen! (z.B. Attribute von Gott - was für ein analytischer Widerspruch!). Dasselbe gilt für die Quantenphysik und die moderne Kosmologie: Ihre Quellen sind die impliziten Vorschriften der Mathematik, die keiner bildhaften Vorstellung oder irgendwelcher Analogien bedürfen. So warnte John Wheeler vor dem Versuch und seiner «Schwierigkeit, mit alltäglichen Worten die Abläufe in einem mathematischen Schema zu erklären… es werden Widersprüche und Missverständnisse auftreten» (sog. Kategorienfehler).

 

Auch die Vernachlässigung von mathematischen Prinzipien führt zu «Widersprüchen und Missverständnissen». Um die «humanmedizinische Wirklichkeit» erfassen zu können benannte Josef E. Egger in der Ärztezeitung[36] das Problem der «Summenbildung, bzw. der summativen Nutzung von biologischen + psychologischen + ökosozialen Determinanten». Eine Aufteilung (eine Division!) vereinheitlichter Entitäten mit anschliessender alleiniger Addition der Teile oder Eigenschaften (ohne Multiplikation oder vielmehr ohne Interaktion) vermag niemals eine Ganzheit, eine funktionelle Einheit in ihrer Komplexität zu verinnerlichen. Erwin Schrödinger entwarf seine Wahrscheinlichkeitsgleichung mit Hilfe verschiedener Operatoren (Addition und Multiplikation, Ort x mit den Faktoren Impuls  und Spin  usw.), um quantische Eigenschaften zu ergründen. Nur mathematisch und allenfalls «gefühlsmässig» lassen sich wechselwirkende, interagierende (funktionale) Entitäten als eine einzige Entität verstehen.

 

Verstanden hatte dies bereits vor 370 Jahren der hoch gebildete und geniale René Descartes[37] (1596 – 1650), dem es gelang mittels Koordinaten Ganzheit durch die Multiplikation von Attributen zu veranschaulichen[38], so dienten seine diversen Koordinaten der visuellen und qualitativen (!) Darstellung von multiplikativen Vorgängen mit deren Funktionsgleichungen (analytische Geometrie, Graphen von Haftendorn Dörte., Fussnote 5).

aus "Mathematik sehen und verstehen"

Vorgängig prägte er sein «Dubito», ich zweifle (NB: was künstliche Intelligenz nicht kann und auch nicht darf), was besagt: Wenn ich zweifle, dann interagiere ich mit der Welt, und es ist dann der Verstand (ergo cogito), der mir mitteilt, dass ich es bin (ergo sum). Später schrieb er, «dass die Seele mit dem ganzen Körper verbunden ist (sie interagiert!) und dass man nicht sagen kann, sie sei in bestimmten Teilen des Körpers lokalisiert…». Damit dürfte er gemeint haben, dass sich das Menschsein in einem Spannungsfeld bewegt: Der Zweifel an sich ist ein immanentes Instrument der selbstbezogenen Interaktion (mit der Fähigkeit zum inhärenten Beobachtereffekt, vgl. Eccles[39]).

 

Primat der Bewusstwerdung

Im Anthropischen Prinzip werden durch die Mathematik und die Quantenphysik jene Lebewesen in den Mittelpunkt des Universums gestellt, welche die grundlegendsten Informationen der Natur zu lesen, zu interpretieren und selbst zu korrigieren und Mängel zu kompensieren befähigt sind, weil sich die Natur in uns selbst verwirklicht hat, weil die grundlegenden Informationen des Kosmos in uns selbst immanent sind. («Wirklichkeit ist gefühlte Mathematik»). So erhält der Mensch Informationen über die Informationen, was sich aufschaukelt zu implizitem Wissen (Platon), das schliesslich zum menschlichen Bewusstsein geführt hat bzw. führen musste. Das ist die wahre «Eleganz des Universums»[40]: Der Kreis schliesst sich im Menschen.

 

Schon Leonardo da Vinci war sich offensichtlich der Wechselwirkung von Mensch und den zugrunde liegenden Prinzipien der Mathematik bewusst. Seinem monumentalen Werk «Abendmahl» hatte er Rechtecke mit den Seitenverhältnissen des «Goldenen Schnittes» (Zahl Φ) hinterlegt (siehe Endnote 4).

 

Folgerungen

Die Evolutionstheorie von Charles Darwin wird durch ein Establishment von «Darwinisten» zu einer universellen Theorie und schliesslich zu einer Ideologie des Atheismus umgemünzt: Am Anfang allen Geschehens mit einer anschliessend kausalen Kette stehe die zufällige Vermischung von «Bausteinen», die sich dann zu «zweckvollen» Objekten vereinen, sich kopieren und dann durch Elimination von «falschen» oder «unzweckmässigen» Kopien zu immer «besseren» Kopien weiterentwickeln würden. Unter anderem bleibt die Frage offen, wer oder was denn den ersten Baustein oder das erste Objekt als «zweckvoll» oder «gut» erkannt hat. Das kausale Überleben des Fitteren gegenüber dem Schwächeren ist (im deutschsprachigen Verständnis von fit) ein ebenso schwammiges Argument. In dieser wenig hilfreichen Interpretation der Evolution wird sowohl der Sinn wie der Zweck ausschliesslich an das (biochemische) Ende einer jeweiligen Entwicklungskette gesetzt, deren «Zweck» beraubt uns gar - eng ausgelegt - des freien Willens.

 

Im Anthropischen Prinzip ist das «Durchmischen» der Quanten (durch den Impuls Δx·Δ ), so auch z.B. die Quantenfluktuationen zur Zeit des Urknalls ebenfalls zufällig. Die Quanten sind die primären Informationsträger und besitzen die implizite Fähigkeit zur Interferenz, und am Anfang vor dem Ereignis (vor der Materie) stehen die «virtuellen Teilchen» als blosse mathematische Grössen. Die Quantenphysik verlagert die Zahlencodes in die Vergangenheit, entschieden an den Beginn einer jeden Ereignisfolge, woraus sich ein funktionsfähiges, Sinn gebendes (aber nicht zweckbestimmendes) System etabliert. Dies schliesst eine nachfolgende Selektion (gemäss darwinscher Evolution im ursprünglichen Sinn) nicht aus. Mathematik und Quantenevolution sind Sinn und Wert gebende Prozesse (vgl. Platon, Kant).

 

Hinzu kommt eine der Grundlagen des Anthropischen Prinzips: Es sind dies nochmals 1. die Expansion des Universums, 2. die Gravitationskonstante mit ihrer Verklumpung der Quanten und Atome, und 3. die deterministische Schrödinger Gleichung mit ihren Möglichkeiten, bzw. Wahrscheinlichkeiten. Letztere ist für die Quantenphysiker des Anthropischen Prinzips mehr als eine Formel, es ist der «übergeordnete» Algorithmus, welcher die »quantitative Gewissheit eines kausalen Ereignisses vorbestimmt» (≈ Definition des Determinismus), im konkreten Fall die Entstehung des Universums (allenfalls in vielen Versuchen, Varianten und möglichen Paralleluniversen?). «Der Quantendeterminismus besagt, dass die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses zu einem gegebenen Zeitpunkt zu einem beliebig früheren Zeitpunkt durch die Wellenfunktion vollkommen festgelegt wird» (Brian Greene). Der Zufall als sog. «Ereignis ohne kausale Erklärung» (= Definition des Zufalls) über das ganze Ereignis der Genesis gesehen gilt damit als unwahrscheinlich[41].

 

Während wir Menschen in der «Dunkelheit zwischen den Sternen die Notwendigkeit einer Schöpfung sehen»[42], erfahren wir beim Blick auf die Sterne oder auf die Natur unser eigenes «Spiegelbild», indem wir die grundlegenden Gesetze erkennen (die auch in uns immanent sind), die einer «grundlegenden Erklärung nicht zugänglich sind».

 

Es ist nicht neu, dass sich «der Kreis im Menschen schliesst», aber dass diese Ansicht aus den Arbeiten von Physikern und Mathematikern sich herauskristallisiert hat, ist überraschend und entbehrt nicht einer gewissen Eleganz. Es erinnert an die Darstellung des Vitruvianischen Menschen[43] durch Leonardo da Vinci (nach den Vorgaben durch den Römer Marcus Vitruvius Pollio im 1. Jh. v.Chr.). Auch galt in der christlichen Religion die Menschwerdung immer als Brennpunkt der Schöpfung, was die Evangelisten umschrieben mit: «Das Wort ist Fleisch geworden».

 

«Jeder von uns ist ein komplexer Prozess, der die Welt reflektiert und deren Informationen integriert in sich aufnimmt.»[44] In der Menschheit reflektiert sich der Kosmos mit seinen Informationen, auch dessen grundlegende Fragen sind im Menschen «abgespeichert». Liebe, Verantwortung, Freiheit, Streben nach Erkenntnis sind immanent, ebenso die Transzendentalien wie z.B. die Zeit, die Teilbarkeit… der Zweifel, das Wissen um den Tod. Der Mensch ist ein «programmiert» fragendes, interagierendes und sinnbedürftiges Wesen, das gemäss Brandon Carter und Steven Weinberg die «richtigen» Fragen stellen kann und soll (und nach Descartes implizit zweifeln muss), Fragen nach dem Was und nach dem grundlegenden Wie[45] und nicht nach dem (kausalen) Warum. Schon C.G. Jung soll erwähnt haben, dass der menschliche Geist das «transzendente Licht» allenfalls erblicken könne, weil der archetypische Kosmos im Menschen vorläge; der interagierende Kosmos generiert spontan die essentiellen, immanenten Fragen, deshalb: Haben wir die richtigen Fragen gestellt?

Copyright

Autor:

Urs Steiner, Dr. med.

Staldenstrasse 10, CH-6405 Immensee

Folgerungen für die Homöopathie

(vgl. Quantenphysikalische Ähnlichkeiten…)

Die ursprüngliche Homöopathie, befolgend die impliziten Regeln von Hahnemann, Bönninghausen und Hering ist kompatibel mit dem Anthropischen Prinzip (AP). Mit der akribischen Wiedergabe der Symptome der Arzneimittel-Prüfungsprotokolle hielten sie sich an «das Phänomen an sich» ganz entsprechend dem Leitsatz des AP, dass die «Dinge im Universum sind, wie sie sind…» (Carter). Dieses Axiom macht die Suche nach Erstursachen hinfällig, weshalb man in der Homöopathie von Modalitäten spricht.

 

Danielsson sieht am Himmel das Interessantes nicht in den Sternen, sondern in seiner Dunkelheit (die verborgene «Schöpfung»). Nach Bönninghausen sind nicht die Hauptsymptome, sondern die Begleit- und Nebensymptome oder das «Ungewöhnliche» und «Sonderliche» das, was der Krankheit ihre Entität gibt (die Physiker sprechen dabei auch von niederer Entropie).

 

Die geringsten Abweichungen der physikalischen Parameter hätten den gesamten Kosmos ins Chaos gestürzt oder gar seine Entstehung verunmöglicht. Diese Sensitivität der Anfangsbedingungen reflektiert sich vor allem auch bei der ersten Wahl des Arzneimittels. Die Konstruktion von sog. Arzneimittelbildern schafft ebenso wie «die Erklärungsversuche mit alltäglichen Worten Widersprüche und Missverständnisse» (Wheeler), geht es doch nach Bönninghausen um die Suche nach dem Genius, bzw. um die Entität von Arznei und Krankheit.

 

Bönninghausen hatte die Symptome der Arzneimittelprüfungen in Einzelbegriffe dissoziiert, um in Angleichung an die Vielfältigkeit jeder Krankheit eine freie Kombinationsmöglichkeit zu schaffen (René Descartes). Dadurch erhielt sein «Therapeutisches Taschenbuch» eine nicht-lineare Funktionsweise ganz im Sinne der Wellenfunktionen des AP (Erwin Schrödinger) mit ihren Möglichkeiten.

 

Zum Wesen des AP gehört essenziell die «Fragestellung» (Brandon Carter). Bei der Wahl der Arznei erweist sich die Befragung des Patienten als die grösste Schwierigkeit, ist aber der Angelpunkt der homöopathischen Tätigkeit. Von Kritikern der Homöopathie, die durchgehend kaum je eine homöopathische Arznei korrekt angewendet haben, wird der Erfolg der Homöopathie (der nicht mehr angezweifelt wird) allein dem Placeboeffekt zugeschrieben und mit dem gossen Zeitaufwand begründet. Das mag wohl für den Anfänger stimmen, gilt sonst sicher nicht. Tatsache ist, dass es in der Homöopathie um die richtigen Fragen geht, ganz im Sinne des AP. Unbestritten ist, dass durch den konzisen Fragenkomplex beim Patienten eine Rekonsolidierung des Gedächtnisses stattfindet, was implizit zu einer selbstbezogenen Interaktion (Impuls), zu einem inhärenten Beobachtereffekt führt (J.C.Eccles).

 

Zum Schluss:

In einer Trilogie wurde versucht eine Theorie der Homöopathie zu entwerfen. Zunächst wurde aufgezeigt, dass der Potenziervorgang zur Herstellung einer Arznei mathematisch als rekursive Folge dargestellt werden kann. In der entsprechenden Formel wurde als physikalisches Argument der Impuls aufgeführt, weshalb in einem 2.Schritt die quantenphysikalischen Grundlagen der Photonen erklärt wurden. Im letzten Schritt wurde versucht, die Homöopathie in einer umfassenden Ordnung zu positionieren, also im Anthropischen Prinzip, das die einzige konsistente Genesis einschliesst. Dabei sollte man nicht vergessen, was Stephen Hawking zuletzt festhielt, dass «verschiedene Theorien dasselbe Phänomen mittels grundverschiedener begrifflicher Bezugssysteme erfolgreich beschreiben.»[46]


 

[1] Danielsson Ulf, Physik für Poeten, Ullstein Berlin, ISBN-13: 978-3-548-60631-6

[2] a(n) + a(n-1) = a(n+1), also 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, (233) usw. Die Quotienten aus zwei nachfolgenden Zahlen, z.B. 34 : 21, konvergieren gegen die Verhältniszahl-Zahl Φ = 1.618034. (Phi als Brücke zu Phidias, Architekt des Partenons)

[3] Corbalan Fernando, Der Goldene Winkel, Librero Verlag Kerkdriel, ISBN 978-90-8998-689-4

[4]Der Goldene Schnitt geht auf Euklid ca. 285-212 v. Chr. zurück: Φ = 1.618034. Diese Verhältniszahl wurde durch Pacioli und da Vinci auf den Kreis mit 360° = 1 übertragen und der Goldene Winkel = ε berechnet: 222.4922…° = ε. Ergänzungswinkel = ω = 137.5077°

[5] Näheres bei Haftendorn Dörte: Mathematik sehen und verstehen, Spektrum Verlag Heidelberg, ISBN 979-3-8274-2044-2. Das Bild der Sonnenblume zeigt eine Goldene Spirale von rechts- und linksdrehenden Pflanzenteilen in der Fibonacci-Folge, entstehend durch den Divergenzwinkel ω.

[6] Für Interessenten ist auch das schön illustrierte Buch von Fernando Corbalan zu empfehlen, siehe Endnote 3

[7] Elektronen besitzen einen Durchmesser λ von nur 10-12 m.

[8] Z.B. ist die Informationsübermittlung auf Internet, ein Laser usw. allein der Belang der Photonen. Der Begriff «Information» geht auf C.F. von Weizsäcker zurück.

[9] Impuls =  = m · v; Drehimpuls = Spin = z.B. ½ ħ oder 3/2 ħ oder ganzzahlig.

[10] Der Graph entspricht der Funktion y = sin(x). Kopie von Haftendorn Dörte, siehe Endnote 5. Die dargestellte Kurve ist eine Analogie zur Zeitdehnung eines Quants.

[11] Nicht berücksichtigt dabei ist das Higgs-Feld mit dem gemessenen Higgs-Boson. Um diese zu integrieren, benötigt man einen neuen Einstein.

[12] Greene Brian, Das elegante Universum, Goldmann Verlag München ISBN 978-3-442-15374-9, S.113 ff.

[13] Dazu seine berühmte Formel E = ɦ · f  ≡ ħ ∙ ω

[14] Weinberg Stewen, Quantenmechanik, Pearson Verlag Hallbergmoos, ISBN 978-3-86894-263-7

[15] Langwelliges, niederfrequentes Licht löst beim Auftreffen auf einer Metalloberfläche kein Ereignis aus im Gegensatz zu kurzwelligem, hochfrequentem Licht, das Elektronen freisetzt (= photoelektrischer Effekt)

[16] Ein Photon kann eine Ausdehnung λ nachweislich von über 1000 km besitzen.

[17] Feynman/Leighton/Sands: Vorlesungen über Physik Band 1, München 1991 Oldenburg ISBN 3-486-21874-3

[18] Am besten erklärt durch Richard Feynman, Endnote 16

[19] Greene Brian, Die verborgene Wirklichkeit, Pantheon Verlag, ISBN 978-3-570-55212-4, S. 419

[20] Das Gegenteil von Determinismus ist der Zufall. Man bedenke: Die klassische Physik ist von elementar deterministischer Struktur. Die Formel von Schrödinger ist ebenso deterministisch. Der Determinismus der Quantentheorie führt aber zu einem extremen exponentiellen Wachstum des Rechenaufwandes, was ein Ergebnis als «zufällig» erscheinen lässt.

[21] Greene Brian, siehe Endnote 19, u.a. S.177, 185, 193, 241, 253, 365 ff. In einer Ganzheit befindet sich jeder Teil in einer bestimmten Beziehung zu allen andern Teilen, folglich ist eine Summe von Teilen (entsteht durch Addition) nie identisch mit der Ganzheit. Mathematisch entsteht Ganzheit durch multiplikative, integrale Vorgänge.

[22] FG = G ∙ m1 ∙ m2 / r2, Gravitationsformel von Newton

[23] Schrödinger gelang es nicht, die Allgemeine Relativitätstheorie (Gravitation) von Einstein zu integrieren.

[24] Wir sind «Gefangene» unserer Herkunft, des Systems und unserer Wahrnehmung (keine übergeordnete). Platon verglich «Nicht-Philosophen» mit lebenslang Gefangenen in einer Höhle, Philosophen aber mit Gefangenen, die von den Fesseln befreit seien.

[25] Der Kosmos gleicht einem Experimentierfeld mit der Auslotung aller Möglichkeiten, bis nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit irgendwo in irgendeiner Galaxie geisterfülltes Leben entsteht.

[26] Greene Brian, Endnote 12, S. 425

[27] Er steht vor dem Spiegel und frägt sich: Bin das ich? Röntgenbefund: Man sieht (nur), was man kennt. S.185

[28] Es handelt sich um ein Vielfaches der Planck-Masse mit 10-5 g pro Kubik Plank-Länge (= 10-99 cm3). Das ergibt eine kosmische Konstante von etwa 10-124.

[29] Die Gravitation G verklumpt die Quanten und Atome, so dass die Himmelskörper entstehen und durch die Kernfusion einerseits Licht und Wärme abgestrahlt wird, anderseits die Elemente entstehen. G ≈ 10-11 m3/kg·s2.

[30] Siehe Endnote 1, dabei Seite 293

[31] Siehe Endnote 19 Brian Greene, S. 292

[32] Hawking Stephen: Haben Schwarze Löcher* keine Haare? 2017 Rowohlt, ISBN 978 3 498 09188 0. Die Idee* geht auf John Mitchel (1724-1793) zurück, der Ausdruck* selbst stammt von John A. Wheeler 1960.

[33] Görnitz Thomas, Quanten sind anders, Spektrum Verlag Heidelberg, ISBN 978-3-8274-1767-1

[34] Görnitz&Görnitz, Von der Quantenphysik zum Bewusstsein, 2017 Springer Heidelberg, ISBN 978-3-662-49081-5, Seite 408

[35] Greene Brian, Endnote 12, S. 425

[36] Schweizerische Ärztezeitung 2018: 1156-1158)

[37] Les Passions de l`âme 1649 von Descartes (Wikipedia), Graph dazu aus Haftendorn Dörte, siehe Endnote 5

[38] Als Beispiel die Scheitelgleichungen q(x) = (x - 5)2 + 1, oder f(x) = 0.5 · (x + 4)2 + 3 oder p(x) = -2 · (x – 2) + 4 usw. Beispiel und Graph aus Haftendorn Dörte, siehe oben

[39] Eccles John C.: Wie das Selbst sein Gehirn steuert Piper 1994 ISBN 3-492-03669.

[40] In Anlehnung an Greenes ersten Buchtitel (Endnote 12)

[41] Nicht der «Zufall», aber die Unbestimmtheit von Ort mal Impuls Δx ∙ Δ  ≥ ½ħ (und ΔE ∙ Δt ≥ ½ħ) nach Heisenberg bleibt bestehen. Die Quantentheorie ist mathematisch deterministisch.

[42] Siehe Endnote 1, Danielsson Ulf, S. 293

[43] Es entspricht u.a. der Quotient zwischen der Seite S des Quadrats und dem Radius r des Kreises der Zahl Φ. Graph mit Erlaubnis von Haftendorn Dörte, siehe Fussnote 5)

[44] Rovelli Carlo, Die Ordnung der Zeit, Rowohlt, Reinbeck, ISBN 978 3 498 05399 4

[45] Krauss Lawrence M. «Das grösste Abenteuer…», Knaus Verlag München, ISBN 978-3-8135-0660-0. So schreibt selbst der theoretische Physiker Krauss, der sich zum Anthropischen Prinzip nicht äussert: «Wann immer ich das umgangsprachliche Warum gebrauche, meine ich eigentlich Wie». S.44

 [46] Hawking Stephen, Eine wunderbare Zeit zu leben, 2017 Rowohlt, Reinbeck, ISBN 978 3 63235 8